Hygieneregeln | Coronavirus
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Coronavirus: Aktuelle Informationen und Hinweise

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen und Antworten auf häufige Fragen

+++ Aktuell: Weitere Verlängerung des harten Lockdowns bis 14.02.2021 +++

Die Ministerpräsidenten haben am 19.01.2021 zusammen mit der Bundeskanzlerin beschlossen, den harten Lockdown ohne wesentliche Änderungen bis zum 14.02.2021 zu verlängern. Zusätzlich sollen Arbeitgeber per Verordnung des Bundesarbeitsministeriums verpflichtet werden, ihren Mitarbeitern einen Homeoffice-Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, sofern die jeweilige Tätigkeit ein Arbeiten im Homeoffice zulässt. Dort wo in Präsenz gearbeitet werden muss, soll die Belegung von Räumen reduziert werden. Wenn zwischen den Mitarbeitern keine ausreichenden Abstände eingehalten werden können, muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern medizinische Masken (sog. OP-Masken) zur Verfügung stellen. Ferner sollen die Bundesländer in Hotspot-Landkreisen weiterhin lokale Maßnahmen ergreifen.

Das Bayerische Kabinett hat am 20.01.2021 die Verlängerung des Lockdowns bestätigt und ansonsten keine abweichenden Regelungen beschlossen.

Bis zum 31.01.2021 gilt die11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BayIfSMV) mit Änderung vom 16. Januar 2021.



 Hier gelangen Sie zur Seite "Corona aktuell" mit Informationen zu Betriebsschließungen und Beschränkungen sowie weiteren Antworten auf häufige aktuelle Fragen (FAQ)



Zentrale Beratungshotlines für Mitgliedsbetriebe in der Corona-Krise

Hotline der Unternehmensberatung

 0931 30908-3344

 unternehmensberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Finanzierungshilfen bei Liquiditätsengpässen
  • Möglichkeiten der Steuerstundung

Hotline der Rechtsberatung

0931 30908-3366

 rechtsberatung@hwk-ufr.de

Vorrangig Beratung zu

  • Fragen zum Infektionsschutzgesetz
  • Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Vertragsrechtliche Konsequenzen der Corona-Krise


Die Handwerkskammer für Unterfranken hat für Sie Informationen, Kontaktdaten regionaler Ansprechpartner, Merkblätter, Antragsformulare und Mustervorlagen zur Unterstützung für Betriebe im Zusammenhang mit der Corona-Krise zusammengestellt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat ebenfalls die wichtigsten Fragen und Antworten, die sich für Handwerksbetriebe und Betriebsinhaber aktuell stellen, in einem Corona-FAQ für Handwerksbetriebe zusammengefasst.

Was bedeutet die Ausgangsbeschränkung in Bayern?

Folgende Regelungen gelten ab dem 11. Januar 2021:

  • Es gilt eine landesweite Ausgangsbeschränkung: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist daher nur noch mit triftigen Gründen möglich. Zu den triftigen Gründen gehören unter anderem die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, die Teilnahme an zulässigen Versammlungen nach dem BayVersG oder der Besuch eines anderen Hausstands. Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur Angehörigen desselben Hausstands sowie einer weiteren Person erlaubt.
  • Zusätzlich gilt nun eine nächtliche Ausgangssperre: Von 21 Uhr bis 5 Uhr ist der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung untersagt, es sei denn dies ist begründet aufgrund unabweisbarer Gründe, dazu zählt unter anderem die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke.
  • Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten. Wo die Einhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum nicht möglich ist, soll eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

Die Ausgangsbeschränkungen und Einschränkungen für Betriebsöffnungen gelten vorerst bis zum 31.01.2021, 24:00 Uhr.

Seit dem 11. Januar ist die 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BayIfSMV) mit Änderungen vom 16. Januar 2021 in Kraft. 



Allgemeine Gesundheitshinweise

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bietet auf der Webseite www.infektionsschutz.de ein breites Angebot an Informationen rund um Infektionsschutz, z. B. Hygienetipps (gründliches Händewaschen, Nies- und Hustenetikette etc.).



Coronavirus-Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL):

 09131 6808-5101



Merkblatt für die Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts

Praktische Handlungsempfehlungen zur Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzepts für die Öffnung von Handels- und Dienstleistungsbetrieben gemäß § 12 der 11. BayIfSMV: Sie wurden auf Basis der jeweils gültigen Rechtsverordnung nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. 



Checkliste für die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt für Unternehmen eine Checkliste zur Verfügung. Diese Liste kann zur Umsetzung der geforderten Schutzmaßnahmen im Betrieb genutzt werden.



Gewerkspezifische Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben

Zahlreiche Institutionen haben gewerkspezifische Vorgaben für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen erarbeitet. Diesbezüglich können Sie sich bei Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft informieren.



Arbeitsschutz und Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter zu gewährleisten. Prinzipiell gilt jedoch: Wer nicht erkrankt ist, muss zur Arbeit erscheinen.

Neben den grundsätzlichen Schutzmaßnahmen, wie das Abstandhalten von anderen Personen (mindestens 1,5 Meter) und Einhaltung von Hygieneregeln werden für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst während der Corona-Pandemie einige weitere Maßnahmen und Vorgehensweisen empfohlen. Diese sind als Informationen zu Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker im Kundendienst (Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) zusammengefasst.

Weitergehende Empfehlungen, was Betriebe und Beschäftigte branchenspezifisch tun können, um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, werden von den jeweiligen Berufsgenossenschaften bereitgestellt.

 Besondere Arbeitschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Mutterschutz während der Corona-Pandemie (Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, Stand: 11. November 2020)



Vorsichtsmaßnahmen nach Urlaub/Reise in Risikogebiet

Vor allem für Rückkehrer aus so genannten Risikogebieten gelten besondere Vorschriften. Die jeweils aktuellen Coronavirus-Risikogebiete sind auf der Webseite des Robert Koch-Instituts veröffentlicht zu finden. Ob Quarantänemaßnahmen für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten angeordnet werden sollten, ist den jeweils aktuellen Verordnungen des Bundeslandes Bayern zu entnehmen.
Grundsätzlich ist der Arbeitgeber berichtigt, einen Arbeitnehmer danach zu fragen, ob er sich im Urlaub in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Ist das der Fall, kann die Erbringung der Arbeitsleistung im Home-Office angeordnet werden. Wenn das nicht möglich ist, kann der Arbeitnehmer freigestellt werden. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung.

Empfehlungen für Arbeitgeber: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) empfiehlt grundsätzlich, die Mitarbeiter über die bestehenden Quarantäneregeln für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten zu informieren. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die aktuelle Einreiseverordnung des Bundeslandes eine Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Risikogebieten vorsieht. Auch auf die entsprechenden Informationsseiten, mit stets aktualisierten Informationen zu Risikogebieten, sollte hingewiesen werden. Die Arbeitnehmer sollten zudem darüber informiert werden, dass ihnen während der Zeit der Quarantäne kein Anspruch auf Lohnzahlung zusteht.



Hinweis für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die positiv auf Covid-19 getestet sind oder in Quarantäne geschickt werden

Wenn Beschäftigte bestimmte übertragbare Krankheitserreger in sich tragen bzw. ein Verdacht dahingehend besteht, stellen sie eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen dar. Wird aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) deshalb verboten der Erwerbstätigkeit nachzugehen und die Betroffenen erleiden aufgrund dessen einen Verdienstausfall, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung beantragt werden.

Weitere Informationen zu Entschädigungsansprüchen nach dem IfSG finden Sie auf der  Webseite des Freistaats Bayern zu Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetzund im FAQ-Papier des Bundesministeriums für Gesundheit.



Hinweise für Ausbildungsbetriebe

Der Kursbetrieb in den Bildungseinrichtungen des Handwerks (ÜLU, Meisterkurse, Fortbildungskurse) darf seit dem 16.12.2020 nur noch online durchgeführt werden. Präsenzveranstaltungen sind bis zunächst 31.01.2021 nicht mehr erlaubt. Wir werden dann an dieser Stelle über die weitere Entwicklung informieren.



Kurzarbeit

Für Unternehmen, die durch das Coronavirus Auftragsengpässe erleiden, ist die Beantragung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich möglich. Dies hat die Bundesagentur für Arbeit offiziell klargestellt.

Kurzarbeitergeld kommt in Frage, wenn aufgrund des Coronavirus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder wenn staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorrübergehend geschlossen wird. Bevor Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen, müssen sie die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Hier können Betriebe Kurzarbeitergeld beantragen und finden weitere wichtige Informationen:  Webseite zur Bundesagentur für Arbeit

Informationen erhalten betroffene Betriebe auch über folgende Arbeitgeber-Hotline der Bundesagentur für Arbeit:

 0800 45555 20

(Montag - Freitag: 8.00 Uhr - 18.00 Uhr, Anrufe werden jeweils an die regional zuständigen Agenturen geroutet)

Für Betriebe am Bayerischen Untermain gibt es eine zusätzliche Arbeitgeberhotline:
06021 390 575

Übernahme von Auszubildenden und Einstellungen im Bereich Ausbildung während Kurzarbeit

Die Übernahme von Auszubildenden nach der Ausbildung war schon fest geplant, das Unternehmen war aber gezwungen aufgrund der Coronakrise Kurzarbeit anzumelden: Wenn der Auszubildende nach abgeschlossener Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen wird, kann er bei Bedarf direkt in den Bezug von Kurzarbeitergeld gehen, teilt die Bundesagentur für Arbeit mit. Dies ermögliche es, Fachkräfte zu halten und Unternehmen optimal für die Zeit nach Corona aufzustellen.

Sie weist zudem darauf hin, dass auch während der Kurzarbeit die Einstellung von Auszubildenden für das neue Ausbildungsjahr möglich ist, sofern diese nicht in Kurzarbeit (also regulär) beschäftigt werden können.



Liquiditätshilfen und Direktzuschüsse im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Die Maßnahmen zum Infektionsschutz und des Teil-Lockdowns sorgen in einigen Branchen des Handwerks für eine angespannte Liquiditätssituation. Bund und Länder stellen zur Unterstützung aktuell verschiedene Liquiditätshilfen zur Verfügung und steuerrechtliche Corona-Erleichterungen auch weiterhin in Aussicht. Die aktuellen finanziellen Hilfen finden Sie im Folgenden sowie im Infoblatt zusammengefasst.

Aktuelle Coronahilfen auf einen Blick
Bundesministerium der Finanzen
Bitte beachten Sie: Die Höhe der in der Grafik dargestellten Zuschüsse kann abweichen. Die Grafik zeigt lediglich die einzelnen Förderungen und deren Voraussetzung.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe – Novemberhilfe / Dezemberhilfe

Die Novemberhilfe wird als Dezemberhilfe für die Dauer der Schließung im Dezember 2020 verlängert. Die Novemberhilfe kann noch bis zum 31.04.2021 beantragt werden.

Auf Grund der Bezugnahme der November- und Dezemberhilfe auf den Beschluss der Ministerpräsidenten vom 28.10.2020 können bspw. Friseurbetriebe bisher keinen Antrag auf Dezemberhilfe stellen. Für Friseurbetriebe sowie alle Unternehmen, die von der Schließung ab 16.12.2020 betroffen sind, aber auch für die Unternehmen, die zwar direkt oder indirekt von der Schließung ab 02.11.2020 betroffen waren, aber wegen der Mischbetriebsregel keine Zuschüsse erhalten haben, sollen von den Fixkostenzuschüssen im Rahmen der Überbrückungshilfe III profitieren. Die Überbrückungshilfe III gilt ab Januar 2021, kann aber aktuell noch nicht beantragt werden. Sobald uns weitere Details dazu vorliegen, finden Sie diese unter der Überschrift Überbrückungshilfe III.

Überbrückungshilfen

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen gibt es für coronabedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen. Nach der Überbrückungshilfe I für die Monate Juni, Juli und August, deren Beantragung mit Ende September ausgelaufen ist, können seit dem 21. Oktober bis einschließlich 31. März 2021 Anträge auf die Überbrückungshilfe II für die Monate September bis Dezember neu gestellt bzw. verlängert oder ausgeweitet werden. Für den Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2021 ist eine Fortsetzung der Überbrückungshilfe (= Überbrückungshilfe III) angekündigt. 

Überbrückungshilfe II

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler, die durch die Corona-Pandemie besonders stark von Umsatzeinbußen betroffen sind. Die Förderung greift, wenn der Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist. Alternativ reicht ein durchschnittlicher Umsatzrückgang im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent.

Folgende Neuerungen im Vergleich zur Phase I wurden für die Überbrückungshilfe II umgesetzt:

  • Die Fördersätze für die erstattungsfähigen Kosten betragen nun 90 anstatt 80 Prozent.
  • Die bisherigen Förderdeckel für kleine und mittelständische Unternehmen werden abgeschafft, alle Unternehmen können jetzt bis zu 50.000 Euro erhalten.
  • Die Personalkostenpauschale wird von 10 auf 20 Prozent verdoppelt.

Nähere Infos bietet auch das Bayerische Wirtschaftsministerium.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe II kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer unter  www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen.



 Antworten auf häufige Fragen (FAQ) zur Corona-Überbrückungshilfe II für kleine und mittelständische Unternehmen

Überbrückungshilfe III

Für den Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 ist eine Fortsetzung der Überbrückungshilfe (= Überbrückungshilfe III) angekündigt. Die Konditionen sollen dabei noch einmal verbessert werden. Details werden derzeit ausgearbeitet. Bis dato ist Folgendes bekannt:

Im Detail sollen die erstattungsfähigen Fixkosten erweitert werden, beispielsweise um 50% der Abschreibungen, Finanzierungskosten, Marketing- und Werbekosten oder auch Sonderabschreibungen für verderbliche Waren oder Saisonwaren bei Einzelhändlern (es gibt einen Musterkatalog an förderfähigen Fixkosten). Der Erstattungsbetrag beträgt bis zu 1,5 Millionen Euro pro Monat, Abschlagszahlungen können bis zu 100.000 Euro geleistet werden. Die Erstattung der Fixkosten erfolgt in Abhängigkeit des Umsatzrückgangs (typischerweise im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019) wie vorstehend aufgegliedert.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% gegenüber dem Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Der Förderhöchstbetrag liegt bei 1,5 Millionen Euro pro Monat.



Zusätzlich antragsberechtigt sein werden:

  • Unternehmen, die im Dezember von den Schließungen direkt oder indirekt betroffen sind.
  • Unternehmen, die 2021 weiter von den am 28.10.2020 bzw. den jetzt neu vereinbarten Schließungen betroffen sind (direkt und indirekt).
  • Unternehmen, die zwar nicht geschlossen sind, aber auch in 2021 erhebliche Umsatzeinbußen haben. Voraussetzung ist hier ein Umsatzrückgang von mindestens 40 % im Vergleich zum Vorjahresumsatz.

Die Antragsteller können wählen, nach welcher beihilferechtlichen Regelung sie die Überbrückungshilfe III beantragen:

  • Auf Basis der Bundesregelung Fixkostenhilfe (Zuschusshöhe 1 bis 4 Millionen Euro) ist zu beachten, dass aufgrund des europäischen Beihilferechts entsprechende Verluste nachgewiesen werden müssen. Eine Förderung ist je nach Unternehmensgröße bis zu 70 bzw. 90 Prozent der ungedeckten Fixkosten möglich.
  • Auf Basis der Kleinbeihilfenregelung (bei staatlichen Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Million Euro) ohne den Nachweis von Verlusten.

 Dies ist ein wichtiger Unterschied zur Überbrückungshilfe II, die allein auf der Fixkostenregelung basiert.



Aktuell ist eine Antragstellung leider noch nicht möglich. (Stand: 11. Januar 2021)

Weitere Informationen finden Sie unterwww.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Neustarthilfe für Soloselbständige

Im Rahmen der Überbrückungshilfe III gibt es auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige". Soloselbstständige, die keine Fixkosten geltend machen können, haben dabei die Möglichkeit eine einmalige Betriebskostenpauschale von 50 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum anzusetzen. Die Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 7.500 Euro für den Zeitraum bis Juni 2021 und kann im eigenen Namen beantragt werden. Auf Leistungen der Grundsicherung ist diese nicht anzurechnen.

Für den Erhalt der vollen Betriebskostenpauschale, muss dem Soloselbstständigen im Zeitraum Januar bis Juni 2021 ein Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent, im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr, vorliegen.




HINWEIS ZUR IT-SICHERHEIT

Das Bayerische Landeskriminalamt weist darauf hin, dass derzeit im Netz eine betrügerische E-Mail in Zusammenhang mit COVID-19 Überbrückungshilfen kursiert. Als Adressat wird das Wahlkreisbüro der Europäschen Kommission in Berlin vorgetäuscht. In den E-Mails wird der Empfänger dazu aufgefordert, auf elektronischen Weg einen Covid-19-Soforthilfeantrag einzureichen. Dies sei auch dann noch möglich, wenn bereits ein Antrag auf anderem Weg gestellt wurde, dieser jedoch noch nicht beantwortet wurde. Bei Bewilligung des Antrags wird ein Zuschuss in Höhe von 5.000 bis 50.000 Euro in Aussicht gestellt. Die E-Mails werden augenscheinlich von der E-Mail-Adresse „deutschland@eu‑coronahilfe.de“ verschickt. Der Antrag befindet sich als PDF-Datei im Anhang des Schreibens. Betriebe, die eine solche E-Mail erhalten, sollten diese nicht öffnen.

 Mehr Informationen zum Thema "IT-Sicherheit in der Corona-Krise"

Finanzierungshilfen (Darlehen, Bürgschaften)

Bayerische Unternehmen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus von Liquiditätsproblemen beispielsweise aufgrund unterbrochener Lieferketten betroffen sind, werden vom Freistaat Bayern unterstützt. Über die LfA Förderbank Bayern, die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedene Bürgschaftsprogramme können Kredite und Bürgschaften an betroffene Betriebe ausgereicht werden, die weiterhin über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen.

Ihr Weg zur Finanzierungshilfe: Erster Ansprechpartner für die finanziellen Unterstützungsangebote ist Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen bei LfA, KfW und der Bürgschaftsbank Bayern. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank.

Auf der zentralen Informationsplattform des Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter
www.stmwi.bayern.de/coronavirus
finden Sie einen kompakten und laufend aktualisierten Überblick über alle aktuellen finanziellen Überbrückungshilfen (Darlehen, Bürgschaften etc.).

Darüber hinaus gibt es eine Coronavirus-Hotline des Staatsministeriums:

 089 2162-2101

(Montag - Donnerstag: 07:30 - 17:00 Uhr, Freitag: 07:30 - 16:00 Uhr)



Grundsicherung/Hartz IV für Selbstständige – Arbeitslosengeld II für Aufstocker

Anspruch auf die Leistungen der Grundsicherung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) haben nicht nur erwerbsfähige und arbeitssuchende Menschen, sondern auch Selbstständige und Freiberufler. Hartz IV-Empfänger können grundsätzlich jede selbstständige Tätigkeit ausüben. Dies bedeutet auch, dass bei Selbstständigkeit Anspruch auf das Arbeitslosengeld II besteht, wenn das erzielte Einkommen nicht zur Deckung des Lebensunterhalts ausreicht.



Arbeitslosengeld I für Selbstständige

Selbstständige, die von der Möglichkeit der Antragspflichtversicherung („freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung“) nach §28a SGBIII Gebrauch gemacht haben, und deren wöchentliche Arbeitszeit bedingt durch die Corona-Krise auf unter 15 Stunden fällt, können möglicherweise einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen.



Stundung von Sozialbeiträgen und Steuern

Um dringend benötigte Liquidität in den Unternehmen zu halten, können in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen der Körperschaft-, Einkommen- und Umsatzsteuer gestundet sowie Vorauszahlungen zur Gewerbesteuer auf null gesetzt werden. Auf die üblichen Stundungszinsen können die Finanzämter im konkreten Einzelfall teilweise oder ganz verzichten, unter der Voraussetzung, dass glaubhaft gemacht wird, dass die Corona-Epidemie ursächlich für die fehlende Liquidität ist.
Vom Lockdown betroffenen Unternehmen, die sich aufgrund des noch ausstehenden Zuflusses der Wirtschaftshilfen in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befinden, werden die Sozialversicherungsbeiträge für die Monate Januar und Februar 2021 unter den gleichen Voraussetzungen gestundet, wie dies bereits für die Beiträge für die Monate November und Dezember 2020 praktiziert wurde (d.h. längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats März 2021).
Der ZDH setzt sich gegenüber der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) dafür ein, dass im Rahmen der Beitragsbescheide, die die Berufsgenossenschaften in diesem Jahr versenden, erneut Erleichterungen in Form von Stundungen und Ratenzahlungen für die Unternehmen angeboten werden, sofern sie sich wegen der Corona-Pandemie in einer wirtschaftlichen Notlage befinden.



Stundung der Beiträge zur Berufsgenossenschaft

Viele Berufsgenossenschaften boten ebenso wie die Krankenversicherungen im Frühjahr 2020 die Stundung ihrer Beiträge an. Aktuell werden diese nicht mehr generell angeboten. Sollten Sie Zahlungsschwierigkeiten haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre zuständige Berufsgenossenschaft.



Kursbetrieb der Handwerkskammer ausgesetzt - Prüfungen dürfen durchgeführt werden (Stand: 11. Januar 2021)

  • Sämtliche überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen (ÜLUs) sind seit dem 16.12.2020 ausgesetzt. Alle überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen, die für den 11. bis 29.01.2021 bereits eingeladen wurden, finden ebenfalls nicht statt. Wir sind bemüht, diese Kurse zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Sobald Regelungen für die Zeit nach dem 31.01.2021 vorliegen, informieren wir an dieser Stelle bezüglich der Kurse ab Februar.
  • Der Schulungsbetrieb in Präsenzform für die Fort- und Weiterbildung ist seit dem 16.12.2020 ausgesetzt. Distanzunterricht findet nach Möglichkeit statt. Hierzu erhalten die Kursteilnehmenden entsprechende Informationen von ihren Kursleiter/innen.
    Sobald Regelungen für die Zeit nach dem 31.01.2021 vorliegen, informieren wir an dieser Stelle bezüglich der Kurse ab Februar.
  • Prüfungen können weiterhin stattfinden. Nur falls sich aus organisatorischen Gründen Änderungen ergeben würden, werden die Prüfungsteilnehmer/innen rechtzeitig schriftlich informiert.

FAQ - Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung - Auswirkungen des Coronavirus (Stand: 16. Dezember 2020, Handwerkskammer für Unterfranken)



Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise

Mit dem Programm "Ausbildungsplätze sichern" unterstützt die Bundesregierung Ausbildungsbetriebe in der Corona-Krise. Konkret können sie unter bestimmten Voraussetzungen Prämien erhalten, wenn sie das Ausbildungsniveau trotz Krise erhalten oder sogar erhöhen.

Auch Unternehmen, die Lehrlinge aus Corona-bedingt insolventen KMU übernehmen können eine Förderung erhalten.

ausführliche Informationen zum Hilfsprogramm "Ausbildungsplätze sichern"



Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zu den Auswirkungen der Corona-Ausbreitung

Die Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft insgesamt und auf Handwerksbetriebe sind erheblich. Um immer wieder ein aktuelles Bild von der Betroffenheit der Betriebe zu erhalten, führt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks seit März 2020 regelmäßig eine Umfrage durch.

Allen Betrieben, die sich in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten die Zeit nehmen, an der Befragung teilzunehmen, im Voraus vielen Dank!

Der nächste Umfragezeitraum wird an dieser Stelle bekanntgegeben.



Aktueller Linktipp

 www.deutsche-handwerks-zeitung.de/corona



Hinweis: Die hier aufgeführten Informationen wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Dennoch können wir aufgrund der aktuellen Lage eine Vollständigkeit und permanente Aktualität nicht immer gewährleisten.