Die freigesprochenen Gesellinnen des Goldschmiede-Handwerks mit den Vertreterinnen und Vertretern der Innungen, der Handwerkskammer und der Franz-Oberthür-Schule.
"Sie haben den schönsten Beruf der Welt erlernt!"
Nach einer dreieinhalbjährigen dualen Ausbildung im Goldschmiede-Handwerk wurden Ende März sechs Junghandwerkerinnen in den Würzburger Bürgerspital-Weinstuben in Würzburg mit der feierlichen Übergabe der Gesellenbriefe freigesprochen.
Ein Stück Weltkulturerbe
"Sie haben den schönsten Beruf der Welt erlernt", betonte Michael Seubert, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Gold- und Silberschmiede, bei der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Gold- und Silberschmiede-Innungen der Regierungsbezirke Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie Niederbayern und Oberpfalz in Würzburg. Dieses Handwerk, das 2025 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde, ist nicht nur das Schönste, sondern auch das Älteste und verbindet seit mehr als 6500 Jahren traditionelle Techniken und handwerkliches Geschick mit den aktuellen Anforderungen der Zeit. In seinem Grußwort dankte Seubert den Eltern und den Betrieben, die die jungen Menschen während ihrer Ausbildungszeit unterstützt haben und forderte die frisch gebackenen Gesellinnen auf, das Erreichte zunächst zu genießen und Erfahrungen im erlernten Beruf zu sammeln, bevor es auf der Karriereleiter weitergehe. Weitere Glückwünsche überbrachten neben der Würzburger stellvertretenden Obermeisterin Ina de la Motte die Obermeister Stefan Stahl (Oberfranken) und Maximilian Dieterle (Niederbayern/Oberpfalz).
Ausdruck von Kreativität und Leidenschaft
Lob und Anerkennung gab es auch vom Präsidenten der Handwerkskammer für Unterfranken, Michael Bissert, und vom Kreishandwerksmeister Martin Strobl. "Das Goldschmiede-Handwerk ist weit mehr als ein Handwerk, es ist ein Ausdruck von Kreativität und Leidenschaft. Mit Euren Gesellenstücken habt Ihr bewiesen, dass Ihr nicht nur mit den Händen, sondern auch mit dem Herzen arbeiten könnt", so Bissert. "Mit dem Gesellenbrief habt Ihr ein wichtiges Fundament geschaffen. Bleibt kreativ und probiert Neues aus!"
Nach einer kurzen Präsentation der Gesellenstücke durch die Junghandwerkerinnen und Raymond Weidenschilling von der Franz-Oberthür-Schule sprach die stellvertretende Obermeisterin Ina de la Motte (Unterfranken) die sechs Junghandwerkerinnen frei und überreichte ihnen die Gesellenbriefe.
Im Einzelnen wurden freigesprochen:
- Chiara Bülow aus Regensburg
- Sophie Fichtner aus Hof
- Marie Hinkel aus Coburg
- Yasmin Luck aus Erlangen
- Eva Rinke aus Nürnberg
- Nicole Zawadowicz aus Würzburg
Mit anwesend waren auch die Sommerprüflinge des Goldschmiede-Handwerks:
- Jana Salfer aus Nürnberg
- Ariane Horn aus Bad Berneck
Rudi Merkl