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Unterfränkisches Handwerk mit Geschäftslage 2019 zufrieden

Weiterhin hohes Konjunkturniveau

Die Konjunktur im unterfränkischen Handwerk bewies auch 2019 ihre Stärke und Stabilität. Über das ganze Jahr hinweg gaben 91,9 % aller Betriebe an, mit der eigenen Geschäftslage zufrieden zu sein.
„Trotz schwächelnder Industrie waren die unterfränkischen Handwerksbetriebe mit der konjunkturellen Lage im Jahr 2019 sehr zufrieden. Es herrscht weiterhin ein hohes Konjunkturniveau“, so die Einschätzung von Walter Heußlein, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken.
Die Binnennachfrage und die Konsumbereitschaft der Verbraucher sind weiterhin sehr gut, außerdem profitiert das Handwerk von weiterhin niedrigen Zinsen.

Geschäftsklima im unterfränkischen Handwerk: 1.- 4. Quartal 2019

Geschäftsklima 2019 - Handwerk in Unterfranken
Handwerkskammer
Geschäftsklima 2019 im unterfränkischen Handwerk im Jahresdurchschnitt (Anteil der gut- und befriedigend-Urteile)

Hohe Auslastung besonders in den Bereichen Bau und Ausbau

Bereits seit 2011 befindet sich das unterfränkische Handwerk in einem Konjunkturhoch und mündete 2018 in ein Rekordjahr. 2019 lag die Kapazitätsauslastung im unterfränkischen Handwerk bei 82 % und damit lediglich 0,5 Prozentpunkte hinter dem Topwert des Jahres 2018. Die Auftragsreichweite ist 2019 mit durchschnittlich 12 Wochen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (11,5 Wochen) sogar weiter gestiegen. Die sehr gute Auslastung der Handwerksbetriebe bedeutet natürlich, dass Kunden gegebenenfalls länger auf einen Termin mit dem Handwerker warten müssen. Besonders deutlich wird das für Verbraucher oftmals in den Bereichen Bau und Ausbau. Die Gewerke des Bauhaupt- und Ausbauhandwerks haben sich zudem auch 2019 als Zugmaschine der unterfränkischen Handwerkskonjunktur bewiesen. Regional gab es nur kleine Unterschiede, was die konjunkturelle Einschätzung betrifft. 

Erwartete Geschäftslage 2020

Für das erste Quartal 2020 erwarten 87,5 % der Unternehmen eine gleichbleibende oder gar bessere Geschäftslage. Walter Heußlein erklärt dazu: „Die Anzeichen deuten darauf hin, dass die Handwerkskonjunktur etwas schwächer läuft, sollte gerade die Industrie weiter einbüßen. Dennoch gehen wir davon aus, dass die für das Handwerk so wichtige Binnennachfrage weiter gut sein wird. Wir von der Handwerkskammer blicken dem Jahr 2020 vorsichtig optimistisch entgegen.“