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Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks
Alle für eines: Katharina Schneider, Lena Bausewein und Lara Schneider wollen das Metzgerhandwerk stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Drei junge Handwerkerinnen, eine Mission

Drei Unterfränkinnen setzen sich in der Fleischer-Nationalmannschaft für die Zukunft ihres Handwerks ein

Lara Schneider aus Krombach, Lena Bausewein aus Prichsenstadt und Katharina Schneider aus Gerbrunn: Das sind die drei jungen Unterfränkinnen mit einer Mission. Als Mitglieder der Fleischernationalmannschaft setzen sie sich für die Zukunft ihres Handwerks ein. Alle drei sind ausgebildete Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Fleischerei – Lara Schneider ist zudem Metzgermeisterin. Die drei jungen Handwerkerinnen wissen also, was das Metzgerhandwerk auszeichnet.

Botschafterinnen ihres Handwerks

Die Aufgaben der Nationalmannschaft sind vielfältig. Neben der Teilnahme an internationalen Wettbewerben wie der Europameisterschaft der Berufe geht es bei zahlreichen öffentlichen Auftritten darum, die Wertschätzung für hochwertige Lebensmittel zu steigern und das Metzgerhandwerk stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken: „Mir ist es wichtig zu zeigen, dass unser Handwerk spannende Berufe bietet, hinter denen viel mehr steckt als man denkt“, bekräftigt Lena Bausewein. Vielseitigkeit, Freude an der Arbeit, Qualität und Regionalität der Produkte, das macht für alle drei ihr Handwerk aus. Als Metzgermeisterin schlachtet Lara Schneider sogar selbst. Dabei ist ihr besonders wichtig, dass sie sich selbst davon überzeugen kann, dass das Tier gesund ist: „Ich bestimme, was in die Wurst kommt und ich weiß genau was drin ist.“ Katharina Schneider mag ihren Beruf vor allem wegen des Kundenkontakts gern: „Jeder Kunde hat eigene Wünsche und so ist kein Tag gleich.“

 

Die Wertschätzung für hochwertige Lebensmittel steigern und ihre Berufe stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken: Darum geht es der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks.

Die Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks

Anspruchsvolles Casting

Die Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks setzt sich mittlerweile aus 25 Nachwuchskräften aus ganz Deutschland zusammen und wird von drei Trainern angeleitet. Wer Mitglied werden will, muss sich einem Casting stellen; das letzte fand im März in der Nähe von Darmstadt statt. Hier mussten die Nationalteam-Anwärter nicht nur ihr handwerkliches Können unter Beweis stellen. Zur Aufgabe gehörte auch, die entstandenen Produkte verkaufsfördernd zu präsentieren oder andere zu ihnen passende Werbemaßnahmen wie selbstgedrehte Video-Clips zu produzieren. Eine weitere Aufgabe war das Anrichten einer Platte mit Fingerfood – Katharina Schneiders Spezialität: „Ich liebe es, wenn ich meine Kreativität ausleben kann und das Filigrane, Feine, mag ich besonders gern.“ Sowohl die junge Würzburgerin als auch Lena Bausewein aus Prichsenstadt, die im letzten Jahr in ihrem Beruf Landessiegerin im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks wurde, konnten beim Casting punkten und schafften den Sprung in die Nationalmannschaft. Gemeinsam mit Lara Schneider, die schon etwas länger dabei ist, bilden sie nun ein unterfränkisches Dreierteam.

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Lara Schneider
Auch die Zubereitung von Fingerfood gehört zum Repertoire der Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Fleischerei.

Kein Grund für Stillstand

Die Auswirkungen der Corona-Krise bekomme auch die Fleischer-Nationalmannschaft zu spüren, berichten die drei. Die Veranstaltungen und Messen, auf denen sie sonst gerade anzutreffen wären, können aktuell nicht stattfinden. Für das Nationalteam ist das trotzdem kein Grund zum Stillstand: Es hat seine Facebook-Aktivitäten unter dem Hashtag #WirsindfürEuchda verstärkt und entwickelt aktuell eine eigene Salami sowie eine Gewürzmischung, die vermarktet werden sollen. Außerdem bereitet das Team seinen Vertreter auf dessen Teilnahme bei den Euro-Skills in Graz vor. Die Europameisterschaft der Berufe soll voraussichtlich im Januar 2021 stattfinden. Das zeigt: Die Fleischer-Nationalmannschaft lässt sich nicht aufhalten und geht ihre Mission mit voller Kraft an.



Der Artikel in der Deutschen Handwerks Zeitung zum Download

Regionalausgabe Unterfranken der Deutschen Handwerks Zeitung 10-11 / 2020 vom 5. Juni 2020